28.06.2010 Urkundenverleihung an die Mitgliedseinrichtungen des Arbeitskreises KiTNa I

Münsterische Kitas werden für erfolgreiche Arbeit ausgezeichnet.

Urkundenverleihung 2010Verschiedene Kindertageseinrichtungen aus Münster haben sich in den letzten 5 Jahren erfolgreich mit Themen aus Natur und Technik befasst. Die Stiftung Akademie für Kinder in Münster zeichnet in einer Feierstunde in der Rüstkammer des Stadtweinhauses die städtischen Einrichtungen Brüningheide, Eichenaue, Gievenbeck, Hiltrup-West und Nienberge-Häger, die kath. Kindertageseinrichtungen St. Michael II und St. Josef,Albachten sowie die Kita Kinderhäuschen e.V. für ihre naturwissenschaftlichen Projekte mit einer Urkunde aus.

Günter Heimsath, Gründer der Stiftung Akademie für Kinder, würdigt die Leistung der KiTas, „die mit Ideenreichtum, großem Einsatz und Durchhaltevermögen erreicht haben, dass die Kinder ihrer Einrichtungen ihren Fragen zu den Phänomen aus Natur und Technik nachgehen können. Es ist für die Entwicklung der Kinder wichtig, dass zunächst ihre eigenen Überlegungen  im Mittelpunkt stehen und sie die Möglichkeit bekommen, den Antworten eigenständig auf die Spur zu kommen. Dann entstehen aus den Alltagserlebnissen heraus Projekte. Die Kinder werden zu Wetterforschern oder Spinnenforschern. Sie versuchen herauszufinden, wie beim Gong ein Ton entsteht, oder warum beim Backen das Brot im Ofen aufgeht. Sie lernen zu beobachten und zu beschreiben, Hypothesen zu bilden und sie miteinander zu diskutieren. Die Erzieherinnen gestalten das Umfeld solcher Forschungsprozesse, sie begleiten und moderieren sie und stellen die notwendigen Materialien zur Verfügung. Und vor allem sorgen sie für die Dokumentation, denn aus einer Frage entstehen oft zahlreiche weitergehende Fragen. Mithilfe der Dokumentation können die Kinder immer wieder auf bereits Erforschtes und auf ihre gewonnenen Erkenntnisse zurückgreifen.“

Mit Unterstützung der Fachabteilung des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster gründete die Stiftung im Jahr 2005 das Netzwerk KiTNa „Kita-Kinder erforschen Natur und Technik“.  Kitas unterschiedlicher Träger sind derzeit in 2 Arbeitskreisen in das Netzwerk eingebunden. In regelmäßigen Arbeitstreffen, unterstützt von mehrtägigen Fortbildungen, entwickeln die Kitas in Zusammenarbeit mit der Stiftung ihre speziellen Arbeitsweisen und erproben sie in verschiedenen Projekten.

Der erste Arbeitskreis hat nunmehr seine Arbeitsergebnisse in einem KiTa - Forscherkalender veröffentlicht und „erhält zu Recht dafür öffentliche Anerkennung“, so Günter Heimsath.

Ein zweiter Arbeitskreis mit weiteren 10 Kitas hat inzwischen seine Arbeit aufgenommen.

Stiftung und Fachabteilung der Stadt wollen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit ausweiten, um möglichst allen interessierten Kindertageseinrichtungen in Münster die Möglichkeit anbieten zu können, in einem der Arbeitskreise mitzuarbeiten. Das passende Konzept ist bereits ausgearbeitet, bei der Finanzierung ist man derzeit auf weitere private Unterstützung angewiesen.